Abfangen - das Handwerk beherrschen

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Bei sommerlichen Temperaturen referierte Martin Jeske am 11. Juni im
Rahmen eines Gesamtpaketes über waidgerechtes Abfangen von Schalenwild
und das richtige Antragen eines Fangschusses. 

Das Jägerinnenforum Reg. Bezirk Karlsruhe stellte zur Begrüßung unsere
Leiterin des Jägerinnenforums und Mitglied des Präsidiums im LJV Elisabeth
Keil 
vor, sowie den stellv. Bezirksjägermeister/KJM von Bruchsal Werner Ritter,
den KJM von Mannheim Albrecht Vock, die Bezirksobfrau Junge Jäger
Regierungsbezirk Karlsruhe Corinna Metzger, sowie unsere anerkannten
Nachsuchenführer aus der Region Rainer Bernhard und Heinz Ommert, den
Vertreter von der Landesforstverwaltung Marko Kratz und das Begleitteam von Martin Jeske.

Jeske gelang es hervoragend, die Theorie im Oftersheimer Schützenhaus vielen
aufmerksamen Jägerinnen aus ganz Baden-Württemberg, darunter auch einige
Jungjäger, mit Witz und Humor zu vermitteln.

Nach dem Mittagstisch ging es hinaus ins Revier, um das Erlernte in der Praxis zu
üben.

Es ist und bleibt unser Handwerk, krankes Wild in jeder Lage zu erlösen. Sauber
und ohne Leiden für das Tier.
Auch hier muss wieder laut Bundesjagdgesetz erwähnt werden :
"Um krank geschossenes Wild vor vermeidbaren Schmerzen oder Leiden zu
bewahren, ist dieses unverzüglich zu erlegen; das gleiche gilt für schwerkrankes
Wild, es sei denn, dass es genügt und möglich ist, es zu fangen und zu
versorgen".

Wie wird die kalte Waffe angesetzt , wann und unter welchen Umständen ist ein
Fangschuss geboten, wie beurteile ich sichtbare Verletzungen des Wildes und
welche Entscheidungen treffe ich; wie lautet das Gebot der Hege und Vieles
mehr wurden von Martin Jeske ausführlich erklärt.

Ganz wichtig: wird man zu einem Wildunfall gerufen, werden SOFORT Waffe +
Abfangmesser eingesteckt ! 
Bei Ankunft gilt es zuerst die Unfallstelle zu
sichern, dann kümmern wir uns um verletzte Menschen und sorgen für deren
stabilen Zustand bis zum Eintreffen der Ärzte und Rettungssanitäter. Erst dann
prüfen wir den Zustand des betroffenen Wildes. Ist es verschwunden, muss
sofort eine Nachsuche veranlasst werden und zwar IMMER ! 
Schaulustige sind grundsätzlich aus Sicherheitsgründen aus dem
Gefahrenbereich zu verweisen, wir brauchen keine Zuschauer für unsere Arbeit.
Dies ist im Übrigen auch Aufgabe der Polizei.

Ein sehr lehrreicher Tag wird bei vielen Teilnehmern im Gedächtnis bleiben und
hierzu gilt ein großer Dank an den Fachmann und anerkannten
Nachsuchenführer Martin Jeske.

 

P. S-F