JägerinnenForum Tübingen erlebt geniales Anschuss-Seminar

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Eningen am 7.8.21

Jägerinnen erhielten Hinweise zum richtigen Verhalten am Anschuss.

 

Auf Anregung von Bärbel Behr, Beauftragte für das Jägerinnenforum Tübingen, nahmen  25 Jägerinnen und Jäger an einem Anschuss-Seminar  mit dem Nachsuchenspezialisten Marco Sautter und seiner Frau Claudia Mast teil.

Mit seinen vier Nachsuchenhunden ist er häufig im Einsatz und hat jede Menge Erfahrung. Mit den beiden Schwarzwildbracken Jacky und Boomer und den Hannoverschen Schweißhunden Aika und Pia fühlt er sich gemäß Tierschutzgesetz zur bedingungslosen Nachsuche auf verletztes Wild verpflichtet. Schon bei der theoretischen Einführung ging Marco Sautter auf wichtige Grundsätze ein. Waidgerechte Jagd bedeutet, wenn nötig auch immer eine saubere und gesetzeskonforme Nachsuche. Für ihn ist es ganz wichtig, dass wir mit unserem (Fehl)-Verhalten kein Leid und Schmerz zurückgelassen.

Im Detail zeigte er Hinweise zum Verhalten vor und nach der Schussabgabe auf.

Was kann ich am Anschuss erkennen und was ergibt sich daraus?

Er erklärte aber auch, dass "Gar nichts - nicht bedeutet, dass nicht getroffen wurde!! Mit seiner ganzen Erfahrung ging er darauf ein, bei welchen Pirschzeichen der Jäger oder die Jägerin selbst mit dem eigenen Jagdhund nachsuchen kann - und bei welchen Pirschzeichen es unumgänglich ist einen Spezialisten zu rufen. Zur Vermeidung von lebensgefährlichen Situationen zeigte er Mittel zur Ausrüstung des Hundes und des Hundeführers auf. Mit viel Geduld beschrieb Sautter dieSituationen aus der Nachsuchenpraxis auf und setzte die Teilnehmer in die Lage zur selbständigen Beurteilung Zum Höhepunkt wurde eine praktische Vorführung bei der eine bereits verendete und nicht mehr verwertbare Wildsau in Schussentfernung aufgehängt und mehrfach beschossen wurde. Die Vielzahl der verschiedenen Schusszeichen auf einem Leintuch schockten die Teilnehmer. Sie führten aber auch zu neuen Erkenntnissen und zur künftigen Verhaltensänderung in vergleichbaren Situationen.

Tief beeindruckt von den Ausführungen und Praxisbeispielen verwies Bärbel Behr auf die Beachtung der Grundsätze und forderte zu deutlicher Achtsamkeit auf.

Bei Gelegenheit soll für ein weiteres vergleichbares Seminar geworben werden.

An diesem Beispiel wurde aufgezeigt welche Schusszeichen hinter dem beschossenen Wild auf einem Leinentuch erkannt werden können und welche Maßnahmen daraus notwendig werden.

 

Heinz Thumm

Foto: Bärbel Behr