Wenn Martin Jeske sein Abfangseminar verkündet...

Erstellt am 05.09.2021

 

... kommen Jägerinnen und Jäger kreuz und quer nicht nur aus Baden-Württemberg, sondern auch aus Hessen und Rheinland Pfalz angereist.

Das JägerinnenForum NORDBADEN veranstaltete am 4.9. ein Abfang-Fangschuss-Seminar im Hardtwald bei Oftersheim. Optimale Location für diese Veranstaltung war das Schützenhaus, das für angenehme Atmosphäre sorgte.

Stark besucht starteten wir nach den 3 G-Regeln zu allererst mit der Begrüßung von Martin Jeske und seinem Team, unserem Kreisjägermeister der JV Mannheim Albrecht Vock und unseres anerkannten Nachsuchenführers aus der Region Rainer Bernhard.

Los ging es mit Theorie.

Im Bundesjagdgesetz heißt es: „Um krankgeschossenes Wild vor vermeidbaren Schmerzen oder Leiden zu bewahren, ist dieses unverzüglich zu erlegen; das gleiche gilt für schwerkrankes Wild, es sei denn, dass es genügt und möglich ist, es zu fangen und zu versorgen."

“Wer darf Abfangen ? Wer darf den Fangschuss anbringen ? Welche Waffe wird sinnvollerweise eingesetzt? Die kalte Waffe, die Kurzwaffe oder die Langwaffe?

Wie verhalte ich mich bei einem Wildunfall, um schnellstmöglich angefahrenes und verletztes Wild zu erlösen ? Ganz wichtig: zuerst den Straßenverkehr sichern, sich um die Menschen kümmern, und erst danach den Zustand des Wildes prüfen. Ist das Stück plötzlich verschwunden, SOFORT den Nachsuchenführer verständigen und zwar "IMMER". Schaulustige sind aus dem Gefahrenbereich zu verweisen.

Ist ein Fangschuss mit der Waffe unmöglich (Kurz-oder Langwaffe), muss ein Abnicken oder Abfangen ausgeführt werden.Wer das nicht beherrscht, MUSS die Finger weglassen.

FAZIT: Wird man zu einem Wildunfall gerufen, SOFORT Waffe und Abfangmesser einpacken !!!

Nach dem Mittagstisch fuhren wir ins Revier, um all dies in der Praxis zu üben.Martin Jeske zeigte mit seiner ruhigen Austrahlung Junjägerinnen, Jungjäger und zur Auffrischung auch uns alten Hasen anhand von präparierten und tödlich verletztem Unfallwild, welche Methode in welcher Situation anzuwenden ist.

Man lernt nie aus und deswegen ist ein Abfangseminar immer wieder wertvoll, damit wir verletztes Wild schnellstmöglich und richtig erlösen können.

Sehr viele positive Feedbacks kamen am nächsten Tag zurück, verbunden mit dem Wunsch, solch ein Seminar doch öfter in den Jägervereinigungen anzubieten. Nicht nur die Jungjäger-/innen, sondern auch die schon etwas länger den Jagdschein besitzen, können so praxisnah von anerkannten Nachsuchenführern lernen.

Ein Horrido auf Martin Jeske und sein Team.

Ein Horrido an die vielen Jägerinnen und Jäger, die an diesem Abfangseminar teilgenommen haben.

 

Petra Schmidt-Frey

 

Siehe Bildergalerie

 

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